Am 10. Juni 1940 erklärte Mussolini den Krieg gegen die Alliierten. Weniger als 12 Stunden später erlebte Malta seinen ersten Luftangriff. Die Hauptangriffsgebiete waren die Hafengebiete um Valletta und die Drei Städte. Dies veranlasste eine große Zahl von Menschen, ihre Häuser zu verlassen und so weit wie möglich vom Hafengebiet entfernt Schutz zu suchen. Ein großer Teil dieser Flüchtlinge kam in Mellieha an. Als die Luftangriffe zunahmen, beschlossen die Behörden, mit dem Ausheben von Felsenbunkern zu beginnen, um allen eine bessere und sichere Unterkunft zu bieten. Auch Privatpersonen begannen, Schutzräume zu graben.
Die Felsbunker von Mellieha gehören zu den größten, die in jenen turbulenten Jahren auf Malta ausgehoben wurden. Sie verfügen über mehr als 500 Meter an ausgegrabenen Gängen und Räumen. Die Bunker, die ganzen Familien Unterschlupf gewähren sollten, bestanden aus Gängen mit unterschiedlich großen Räumen an den Seiten. Einige dieser Räume dienten der Unterbringung von Familien, und es gab auch eine Abteilung für Wöchnerinnen. Ein anderer Raum war gut bewacht, da dort nationale Schätze aufbewahrt wurden. Die Bunker hatten mehr als einen Ein- und Ausgang, um sicherzustellen, dass es im Falle einer Blockade eines Eingangs immer einen Ausweg für die Menschen im Inneren gab.